Durchfall: Wann der Tierarztbesuch nötig ist

Was tun, wenn ein Tier Durchfall hat? Woran erkennt man die Ursache? Und wie kann man am besten helfen? Wichtig ist zu wissen, dass Durchfall keine Krankheit ist, sondern Anzeichen für unterschiedliche Probleme sein kann.

Folgende Beispiele: Gelblicher, pastenartiger Durchfall weist auf eine Störung im Fettstoffwechsel hin. Sehr heller, fast „entfärbter“ Kot kann Anzeichen für eine Leber- und Gallenerkrankung sein. Kotanteile, die wie dunkler Kaffeesatz aussehen, können auf Blutungen im vorderen Darmtrakt zurückzuführen sein. Weicher, übel riechender Kot, der in großen Mengen abgesetzt wird, kann durch Fehlgärungen im Dickdarm oder eine allgemein schlecht verdauliche Futterration verursacht werden. Die Diagnose sollte aber nur ein Tierarzt vornehmen.

Halten Sie zeitig Rücksprache mit Ihrem Tierarzt

So unterschiedlich die Ursachen für Durchfall sein können, so individuell sollten auch die Gegenmaßnahmen aussehen. Denn: Nicht jedem Tier ist mit einer selbst gekochten „Schonkost“ aus „Hühnchen und Reis“ auch wirklich geholfen. Grundsätzlich sollten Hunde und Katzen mit Durchfall spätestens nach 24 Stunden in der Tierarztpraxis vorgestellt werden. Bei sehr starkem, blutigem oder wässrigem Durchfall, besonders jungen, alten oder geschwächten Tieren muss sofort Rat eingeholt werden.

© by Presse Punkt, Anke Blum