Blick-Punkt: Lange Sätze sind zwecklos

Bezüglich unseres putzigen Haushundes habe ich wichtige Beobachtungen gemacht. Hier meine Analyse: Hunde sollen gewisse Regeln lernen. Während die Körpersprache des Hundes meist eindeutig ist (freches Grinsen, Ignorieren von Lockrufen), verzettelt der Mensch sich häufig in zu langen Wortketten.

Die Frage „Will denn mein Hündchen nicht jetzt endlich zum Frauchen kommen?“ wird der Hund im Leben nicht beantworten; schon allein deshalb nicht, weil er sie nicht versteht. Kurze einsilbige Anweisungen sind der bessere Weg. Spätestens wenn Frauchen dreimal ihre Frage ergebnislos wiederholt hat, laut geflucht und sich aufgebaut hat, ist die Erfolgsquote mit einem kräftig gebrüllten „Komm!“ erheblich höher als bei einem emphatisch vorgetragenen „Voorwäärts!“. „Komm jetzt endlich“ hingegen überfordert das hündische Wortverständnis und führt dazu, dass der Hund nur „Ente“ heraushört und sich höchst interessiert nach einem bejagbaren Wasservogel umschaut. Mein Fazit: Einsilbige Kommandos kommen gut. Alle diejenigen, die auf „-z“ oder „-tz“ enden (Sitz! Platz! Schmatz!), hören sich zwar zackig an, doch man sollte sich nicht zuviel davon versprechen.

Euer Elvis

© by Presse Punkt, Anke Blum