Ratgeber bei Schokoladenvergiftung bei Hund und Katze

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  • Was hat Ihr Haustier gegessen?

      • * ungefährer Kakaoanteil im Produkt
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    • Eine Tafel Schokolade wiegt in der Regel 100g.

Ihr Hund hat ... THEOBROMIN und ... COFFEIN aufgenommen:

Es ist bei den meisten Hunden nicht mit Vergiftungserscheinungen zu rechnen.

Beobachten Sie Ihren Hund genau. Sollten Sie Unruhe, Speicheln, Erbrechen, Durchfall oder ähnliches feststellen, kontaktieren Sie bitte Ihren Tierarzt.

Milde Vergiftungserscheinungen sind in bestimmten Fällen möglich.

Es ist mit Speicheln, Erbrechen und Durchfall sowie vermehrtem Durst zu rechnen, wenn die Menge Theobromin im Körper verbleibt. Um auf der sicheren Seite zu sein, setzen Sie sich mit einem Tierarzt in Verbindung.

Bitte setzen Sie sich mit einem Tierarzt in Verbindung. Milde Vergiftungserscheinungen sind möglich.

Es ist mit Erbrechen, Durchfall und vermehrtem Durst zu rechnen, wenn die Menge Theobromin im Körper verbleibt.

Bitte setzen Sie sich schnell mit einem Tierarzt in ihrer Nähe in Verbindung. Vergiftungserscheinungen sind wahrscheinlich.

Bei dieser Menge an Schokolade ist mit Erbrechen, Durchfall, vermehrtem Durst, Herzrasen und Herzrhythmusstörungen zu rechnen.

Sie sollten dringend mit Ihrem Hund bei einem qualifizierten Tierarzt oder einer Tierklinik vorstellig werden. Kündigen Sie Ihren Besuch bitte telefonisch an und weisen Sie auf die Schokoladenvergiftung hin.
Vergiftungserscheinungen sind sehr wahrscheinlich.

Die Menge an aufgenommener Schokolade kann neben Erbrechen, Durchfall, Herzrasen und Herzrhythmusstörungen auch meist zu Krämpfen, Krampfanfällen und Bewusstseinsstörungen führen.

Die Mengen aufgenommener Schokolade ist möglicherweise tödlich. Bitte suchen Sie sofort einen Tierarzt oder eine Tierklinik auf. Kündigen Sie Ihren Besuch auf jeden Fall telefonisch an, damit sich die Tierärzte vorbereiten können. Es besteht Lebensgefahr.

So erreichen Sie uns

Theobrominvergiftung bei Hund und Katze (Schokoladenvergiftung)

Die Aufnahme von Schokolade kann bei unseren Haustieren zu lebensbedrohlichen Vergiftungen führen. Hunde und Katzen sind wesentlich empfindlicher gegenüber den in der Schokolade enthaltenen Methylxanthinen Theobromin und Koffein.

Was für uns anregend und aufmunternd wirkt, ist für Hunde und Katzen lebensgefährlich. In der Regel sind die Hunde betroffen.

Katzen können die Geschmacksrichtung „süß“ nicht wahrnehmen und leiden daher viel seltener an einer Schokoladenvergiftung.

Katzenbesitzer können den Schokoladenrechner aber ebenfalls verwenden. Die Grenzen sind für die Empfehlungen für Hunde sicherheitsbewusst gesetzt. Die genannten Symptome können bei Katzen nur früher auftreten.

Theobrominvergiftung durch Schokolade

Neben unserem Ratgeber und Schokoladen-Rechner finden Sie hier sämtliche Informationen rund um das Thema Schokoladenvergiftung bei Hund und Katze, welche Symptome auftreten können, was der Tierarzt für Ihr Tier tun kann und wie sich das Theobromin und Koffein bei Ihrem Tier auswirkt. 

Sollten Sie sich nicht sicher sein, wie viel Schokolade Ihr Tier zu sich genommen hat, oder ob dies überhaupt der Fall ist – Sie jedoch bemerken, dass Ihr Tier krankhafte Symptome zeigt, sollten Sie in jedem Fall eine Tierarztpraxis oder Tierklinik in Ihrer Nähe aufsuchen.

Warum ist Schokolade für mein Haustier giftig?

Schokolade wird mit Kakaobohnen hergestellt. In den Kakaobohnen sind sogenannte Methylxanthine wie Theobromin und Koffein enthalten. Obwohl die Konzentration von Theobromin in Schokolade ca. drei bis zehnmal so hoch ist, wie die von Koffein, tragen beide Stoffe zu den Vergiftungserscheinungen beim Hund bei. 

Die genaue Menge von Methylxanthinen in der Schokolade variiert natürlich in Abhängigkeit von der Rezeptur der Schokolade und den natürlichen Schwankungen in den Kakaobohnen, die für die Produktion der Schokolade verwendet wurden. Ebenso gibt es eine Variation innerhalb der verschiedenen Hersteller von Schokolade.

Hunde und Katzen können Theobromin und Koffein deutlich schlechter verstoffwechseln, wie wir Menschen. Daher sind die Symptome auch viel ausgeprägter als bei uns.

 

Wie schnell treten Symptome auf?

Die Giftstoffe in der Schokolade werden innerhalb weniger Stunden (Koffein: 1 bis 2 Stunden, Theobromin: ca. 3 bis 4 Stunden) im Magen-Darm-Trakt aufgenommen und im gesamten Körper verteilt. Der Abbau erfolgt in der Leber und die Ausscheidung erfolgt über die Nieren. Die Halbwertszeit beträgt für Theobromin ca. 17,5 Stunden und für Koffein ca. 4,5 Stunden beim Hund.

(Unter Halbwertszeit versteht man die Zeit nach der nur noch die Hälfte der Ausgangsmenge im Blut vorhanden ist.)

Die mittlere letale Dosis liegt bei 100 bis 200 mg/kg Körpergewicht.

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Wie wirken Theobromin und Koffein beim Hund?

Theobromin und Koffein hemmen bestimmte Rezeptoren und Stoffe  im Körper. Dies führt zu Aufregung, vermehrtem Urinabsatz, Herzrasen, Speicheln, Durchfall und Erbrechen. Das Auftreten dieser Symptome ist dosisabhängig.

Auf welche Symptome muss ich achten?

Anzeichen für eine Schokoladenvergiftung treten typischerweise innerhalb von 6 bis 12 Stunden nach der Verdauung auf. Meist riechen die Tiere auch sehr deutlich nach Schokolade. Anfänglich können Sie vermehrten Durst, Erbrechen, Unruhe, Durchfall und Blähungen beobachten. Bei weiterem Fortschreiten der Vergiftung und größeren aufgenommenen Mengen von Schokolade fallen Durst, Rastlosigkeit, Nervosität, vermehrter Urinabsatz, Hyperaktivität, Stolpern, unklares Gangbild, Zittern und Krämpfe auf. Herzrasen, Herzstolpern, Hecheln, Blaufärbung der Schleimhäute, Bluthochdruck, Fieber, aber auch verlangsamter Herzschlag und niedriger Blutdruck sowie Koma können in der Folge auftreten. Der Tod ist meist die Folge von Herzrhythmusstörungen.

Was macht der Tierarzt?

Wenn Ihr Tier die Schokolade erst seit kurzem aufgenommen hat, wird Ihr Tierarzt Ihrem Hund ein Medikament verabreichen, das Erbrechen auslöst. Somit ist die wichtigste Gefahr durch das Ausscheiden der Schokolade gebannt. Er wird Sie nach der klinischen Untersuchung auch über mögliche weitere Symptome aufklären, die noch auftreten könnten.

Ist die Aufnahme der Schokolade länger her, wird Ihr Tierarzt anhand der klinischen Untersuchung entscheiden, welche Therapieform notwendig ist. Sinnvollerweise wird er zusätzlich eine Laboruntersuchung durchführen, um Veränderungen der Nierenwerte und Leberwerte festzustellen. Eventuell wird er Ihr Tier auch stationär für eine Infusion bei sich in der Praxis aufnehmen. Idealerweise erfolgen die Laboruntersuchungen in der Praxis und nicht über ein Einsendelabor.
Klären Sie bitte im Vorfeld bei Ihrem Tierarzt, ob die Möglichkeit zur Laboruntersuchungen bzw. die Möglichkeit einer Unterbringung in der Praxis auch vor Ort besteht.

Wie stehen die Chancen?

Patienten mit einer Schokoladenvergiftung können sich zu medizinisch intensiv zu betreuenden Patienten entwickeln. Hier sind von Seiten des Tierarztes ein gewisses Know-how und auch technische und räumliche Möglichkeiten notwendig.

Ob Lebensgefahr besteht, hängt natürlich im Wesentlichen davon ab, wie schwer ihr Hund ist, wie viel und welche Schokolade er gefressen hat und wie viel Zeit seit der Aufnahme der Schokolade vergangen ist.