Tag „Katzengeschichten“

Kater Elvis erzählt: Nachtwache

So. Jetzt ist Sommer. Eigentlich glaube ich, dass ich als Kater in meinem tiefsten Inneren ein Bär bin und je älter ich werde, desto eher ist die Ausprägung erkennbar. Richtig aktiv, ja nahezu überschwänglich, werde ich nur im Sommer. An kühleren Tagen gehe ich in den „Standby-Modus“, in kalten Monaten halte ich regelrecht Winterschlaf. Manchmal ist dieser sogar so tief, dass mein Frauchen sich mit kritischem Blick regelmäßig über mich beugt und wissen will, ob ich noch atme. Also jetzt im Sommer erkennt auch meine Herzensdame, dass ich noch sehr lebendig bin. „Huch!“ höre ich jetzt öfter, wenn die Dame an der geöffneten Tür steht und ich an ihr ins Freie vorbeihusche.

Ja, ja, ich bin beschäftigt: Wittern, Revier ablaufen, aufmerksam sein, das volle Programm! Das scheint Frauchen ebenso zu besorgen wie meine flache Atmung im Winter. Die einzigen, die meine Aktivität zu schätzen wissen, sind die Nachbarn: „Ach, Elvis tritt wieder seinen Dienst an und geht auf Nachtwache - dann können wir ja beruhigt schlafen ... Endlich schätzt jemand meinen nächtlichen Rundgang. Unsere Straße ist jetzt auf jeden Fall sicher

... Euer Elvis!

© by Presse Punkt, Anke Blum

 

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Kater Elvis erzählt: Katers Gartenarbeit

„Sommer, Sonne, Kaktus“, singt Helge Schneider und mir kommen schon Anfang Mai die Sommergefühle hoch. Die kuschelige Winterzeit ist für mich restlos vorbei und ich bin voller Tatendrang! Jawohl! „Na klar, kannst du raus“, sagt Frauchen freundlich und öffnet mir die Tür zum Garten. „Dann mal viel Spaß!“, pfeift sie noch hinter mir her. Im Garten wartet eine Menge Arbeit auf mich, überlege ich, während ich beginne, das Revier abzuschreiten. Aber ich bin hochmotiviert! Ach, ein fremder Geruch hier, den ich intensiv überprüfen muss, eine Hummel dort, die mir ins Ohr brummt.

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Kater Elvis erzählt: Eilige Frauen …

Für uns Tiere ist es schon etwas seltsam, dass Menschen auf einmal aufbrechen, aus dem Haus gehen und sinnlos durch die Gegend laufen, um dann wieder zuhause anzukommen. Ich glaube, sie nennen es „Joggen“ oder „Walking“. Was es damit auf sich hat, kann ich beim besten Willen nicht erklären. Ich weiß nur: Offenbar geht es um Schnelligkeit, weil Frauchen es dann immer sehr eilig hat.

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