Leptospirose beim Hund – gefährliche Infektion

Retriever Benny macht einen matten Eindruck. Zur Sicherheit soll der Tierarzt Benny durchchecken.
Weil er Erfahrung mit dieser Infektion hat, stellt er nach einer weiterführenden Blutuntersuchung Leptospirose fest. Es handelt sich um eine Infektionskrankheit, verursacht von den schnell unterschätzten Bakterien Leptospiren. Sie ist deshalb so bedeutsam, weil diese Erkrankung zu den Zoonosen gehört – das heißt, sie kann vom Tier auf den Menschen übertragen werden.

Für den Tierhalter ist es schwierig, eine Leptospirose im Anfangsstadium zu erkennen, da es nur unspezifische Symptome gibt. Möglich sind Mattigkeit, Appetitlosigkeit, Erbrechen, Durchfall, Fieber.

Doch die Krankheit ist lebensbedrohlich: Häufig werden im weiteren Verlauf die Nieren geschädigt. Der Hund steckt sich über Wildtiere und deren Urin an. Die Bakterien Leptospiren können außerhalb eines Wirtstieres bei feuchtem und warmem Umfeld überleben. Zu finden sind sie deshalb sehr häufig in allen stehenden Gewässern, insbesondere in Pfützen.

Untereinander können sich Hunde durch Beschnuppern und Ablecken sowie über Bisse infizieren. Oft wird Leptorspirose erst im fortgeschrittenen Stadium erkannt, so dass sie trotz Behandlung z.B. aufgrund eines Nierenversagens oder eines Kreislauf-Zusammenbruchs tödlich enden kann.

Nicht gegen alle Arten des Erregers, aber gegen einige bedeutsame Leptospiren-Arten gibt es einen Impfstoff für Hunde.

© by Presse Punkt, Anke Blum