Die Axt an der Wurzel
Ein Kommentar zum SWR-Beitrag von Berndt Welz: „Tierisch teuer – was hinter den hohen Tierarztkosten steckt“
Dr. Klaus Sommer, München
Liebe Leser, zwei Dinge vorab:
Für diesen Artikel brauchen Sie ca. 20 Minuten Zeit und Ruhe und die Bereitschaft, einer Meinung zuzuhören. Wenn Sie eine schnelle Antwort suchen oder „Diagonalleser“ sind, bitte kommen Sie wieder, wenn Sie diese Zeit und Ruhe mitbringen.
Grundvoraussetzung für diesen Artikel ist auch, dass Sie meinen Artikel „Der große Irrtum in der Tiermedizin“ aus 2023 und die Historie der tierärztlichen Gebühren kennen.
Bereit? Na dann los!
Vorwort
Am 19.5.2026 veröffentlichte der SWR den Beitrag mit dem Titel „Tierisch teuer – was hinter den hohen Tierarztkosten steckt“ von Berndt Welz. Dieser kreist seither in den sozialen Medien.
Anhand folgender Beispiele werden die Tierarztkosten und die Gebührenordnung für Tierärzte in Deutschland beleuchtet:
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19.000 € für die Behandlung einer Katze, die am Ende eingeschläfert wurde,
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ein Pferd, das abgegeben werden muss, weil sich die Besitzerin den Tierarzt nicht mehr leisten kann,
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unterschiedliche Preise für die Kastration eines Rammlers.
Über die tendenziöse, einseitige Berichterstattung, über die Unausgewogenheit und über die fehlende Darstellung der tierärztlichen Seite wurde bereits viel geschrieben. Viele Kolleginnen und Kollegen haben dazu deutlich und völlig korrekt Stellung bezogen. Zuletzt auch die Bundestierärztekammer. [1]
Aus Kollegengesprächen weiß ich, dass renommierte Kollegen im Vorfeld von Berndt Welz kontaktiert wurden und sich in stundenlangen Gesprächen bemüht haben, die tierärztliche Seite transparent zu erklären. Diese Kollegen kamen in dem Beitrag nicht zu Wort.
Den Vertreter des Bundesverbands praktizierender Tierärzte (bpt) kenne ich persönlich und man merkt ihm im Beitrag sehr wohl an, dass er vor der Kamera offenbar lange und sehr unangenehm befragt wurde. Am Ende wurde er lediglich auf die wenigen Sätze reduziert, die offenbar zur Linie des Beitrags passten.
Für meinen Artikel ist diese völlig berechtigte Kritik trotzdem irrelevant.
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